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Al Taylor | Alan Uglow | Stanley Whitney | John Zurier in der BORCH Gallery

26. Juni 2020 - 28. August 2020

‘Abstraktion erlaubt es dem Menschen im Geist zu sehen, was mit den Augen nicht wahrnehmbar ist… Abstrakte Kunst ermöglicht es den KünstlerInnen über das Greifbare hinaus zu sehen; das Unendliche aus dem Endlichen zu extrahieren. Sie ist die Emanzipation des Geistes. Sie ist die Ergründung des Unbekannten.‘ –Arshile Gorky

BORCH Gallery & Editions freuen sich, ausgewählte Druckgrafik-Projekte von Al Taylor, Alan Uglow, Stanley Whitney und John Zurier in ihrer Berliner Galerie zu zeigen.

Jeder dieser Künstler hat eine andere Herangehensweise an Abstraktion. Sie finden ihre Inspiration in Licht, Farbe, Musik, sichtbaren Strukturen oder in der Einfachheit von Alltagsgegenständen. Während die einen das Offensichtliche auf ein Minimum reduzieren, führen andere uns neue Formen vor Augen, die in unserer visuellen Realität keine Entsprechung haben und danach streben, eine neue Dimension des Seins hervorzubringen.

In seiner künstlerischen Praxis vereinte Al Taylor abstrakte Kompositionen mit narrativen Untertönen. Seine Werke sind voller spielerischer Alltagspoesie, die selbst den banalsten Phänomenen einen Augenblick des Ruhmes verleiht. Pfützen aus Hundeurin, Erbsen oder menschliche Daumen sind Teil seines visuellen Universums in dem Dreidimensionalität und Zweidimensionalität in einen einzigartigen Dialog treten. Das künstlerische Experiment ist in Taylors Werk auf ein Minimum reduziert. Er sah, hörte oder fand ein Phänomen um es dann aus zahlreichen Blickwinkeln zu betrachten und zu erforschen. Wie er selbst einmal betonte: ‘Anstatt mich selbst anonymen Objekten aufzuzwingen, versuche ich Methoden zu entwickeln, die es diesen Objekten erlauben, ihre eigene Logik über mich hinaus zu formen.’ Unabhängig davon, wie prosaisch oder bodenständig Taylors Objekte waren, es gelang ihm stets, ihnen in seiner Arbeit eine ironische und unnachgiebige Poesie mitzugeben.
Al Taylor (1948–99) arbeitete von 1989 bis 1998 mit BORCH Gallery & Editions zusammen.

Alan Uglows Werke sind in minimalistischer und konzeptueller Malerei verwurzelte Untersuchungen von Raum, Architektur und Skulptur. Gedämpfte Farbfelder – vorzugsweise mehrere miteinander kollidierende Felder – scheinen beinahe mit ihrer Umgebung zu verschmelzen. Uglows Arbeiten geben einen Rahmen für räumliche Überlegungen und Assoziationen – leere Seiten mit denen wir in einen physischen Dialog treten können. Zahlreiche Werke Uglows, wie seine umfangreiche Stadium Serie, haben einen engen Bezug zu seiner lebenslangen Faszination mit Fußball. So ist auch sein Druckgrafikprojekt Stadion (1993) eine enge Auseinandersetzung mit den Strukturen eines Stadions: den Farben der verschiedenen Mannschaften und der Art und Weise wie Werbung am Spielfeldrand, das Spielfeld selbst und die Zuschauerränge arrangiert sind.
Alan Uglow (1941¬–2011) arbeitete von 1981 bis 2011 mit BORCH Gallery & Editions zusammen.

Die Arbeit von Stanley Whitney ist ein lebhaftes Plädoyer für die Relevanz von Abstraktion in der zeitgenössischen Kunst. Bekannt ist er vor allem durch seine Arbeiten auf Leinwand: Raster verschieden großer Farbblöcke, die durch horizontale und vertikale Bänder von einander getrennt sind. Sein Stil mag an den Minimalismus des 20. Jahrhunderts erinnern, doch sein Verzicht auf geometrische Exaktheit und vor allem sein dynamischer, unbeschwerter Pinselstrich zeugen von einer einzigartigen künstlerischen Handschrift. Musik, insbesondere Jazz, ist von jeher eine wichtige Inspirationsquelle für Whitney. So löst er sich in seinen schwarz-weißen Radierungen von seinem markanten Raster und erforscht die Möglichkeiten verschiedener Radierungstechniken; er kombiniert sie, legt sie übereinander und schafft so Arbeiten von bemerkenswerter räumlicher Tiefe die in ihrer spontanen Linienführung an improvisierte Jazz Arrangements erinnern.
Stanley Whitney (* 1946 in Philadelphia) lebt und arbeitet in New York und Solignano. Er arbeitet seit 2016 mit BORCH Gallery & Editions zusammen.

In John Zuriers Arbeiten entfalten sich scheinbar monochrome Oberflächen zu visueller Poesie. Seine Bildsprache ist minimal und hat zugleich eine klar erkennbare Handschrift: Lineare Elemente bilden Räume durch eine Interaktion von An- und Abwesenheit. Inspiriert durch Beobachtungen von Naturphänomenen, Lichtverhältnissen und Farbigkeit vermitteln seine Arbeiten die ihnen innewohnende charakteristische Ruhe und Reinheit. Der Titel seines Summer Book (2016) Portfolios hat einen direkten Bezug zu Zuriers Aufenthalt in Kopenhagen: ‚Als ich an den kleinen Platten arbeitete, fiel mir auf, dass sie eine gewisse Intimität und Vertrautheit hatten, beinahe so wie die Seiten eines Buches. Wenn ich nicht arbeitete, streifte ich durch die Stadt. Ich betrachtete die Reflektionen auf dem Wasser und den Gebäuden, die Bäume vor dem Hintergrund des Himmels und die tiefen Schatten am späten Abend im Königsgarten. Ich hatte die Idee, ein Buch von Sommernotizen zu machen. Ich stellte es mir als ein Buch zufälliger Vignetten vor, formlos ohne offenkundige Ordnung; bei dem es Freude macht, die subtilen Verbindungen und Kontraste zu entdecken, die diese Arbeiten zusammen halten.’
John Zurier (* 1956 in Santa Monica) lebt und arbeitet in Berkeley und Reykjavik. Er arbeitet seit 2016 mit BORCH Gallery & Editions zusammen.

Details

Beginn:
26. Juni 2020
Ende:
28. August 2020
Veranstaltungskategorie:
Eintritt: -

Veranstaltungsort

BORCH Gallery
Goethestr. 79
Berlin, 10623
+ Google Karte

Veröffentlicht am: 10.07.2020 |

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