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LA ESCUCHA Y LOS VIENTOS. Relatos e inscripciones del Gran Chaco (La Escucha – oder Die Winde. Berichte und Spuren aus dem Gran Chaco)

22. Oktober 2020 - 2. Januar 2021

Diese Ausstellung hat ihren Ursprung in Tartagal, einer kleinen Stadt im äußersten Norden Argentiniens, in der Angehörige von sieben Pueblos Originarios leben und tausende Menschen unterschiedlicher Herkunft. In diesem Gebiet, einer Grenzenklave, in der Gegenwart und Vergangenheit nebeneinander existieren, verschränken sich Erinnerungen und Widerstände. Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Naturverständnisse eröffnet eine Debatte über die Zukunft: Ist die Natur für uns ein Produktionsmittel oder ein Ganzes, zu dem auch der Mensch gehört?

La Escucha – oder die Winde bringt Aktivist*innen, Forscher*innen, Handwerker*innen, Künstler*innen und Vermittler*innen zusammen und initiiert entlang von verschiedenen Wissenstraditionen Dialoge, die unvermeidlich Prozesse der Dekolonisierung sind. Insbesondere Frauen manifestieren in diesem Rahmen ihre Anliegen: Sie formen ihre Werke und Diskurse aus natürlichen Materialien. Sie erheben das Wort und übersetzen, was unterschiedliche Lebewesen ihnen erzählen; wie die Stimmen der Ahnen, die wissen, was die Winde sagen. Die Ausstellung zeigt Momente dieser Handlungen und Artefakte; wie Textilien, Keramiken, Zeichnungen, akustische und audiovisuelle Landschaften.

La Esucha – oder die Winde vereint verschiedene indigene Gemeinschaften des Gran Chaco und diejenigen, die sich nicht durch ihre Herkunft definieren lassen wollen; als auch die Existenzen, die keine Körper mehr haben, Bäume und Tiere und alles, was unverständlich, aber dennoch gegenwärtig ist. Die verschiedenen Zeiten überlagern sich und die Winde flüstern uns Lieder ins Ohr, die sich in unterschiedlichen Sprachen vervielfältigen, um unterworfene Territorien zurückzuerobern und neue Formen des Zusammenlebens zu suchen.

Mit Arbeiten von: Kollektiv Orembiapo Maipora in Zusammenarbeit mit Florencia Califano. KollektivThañí in Zusammenarbeit mit Guido Yanitto. Archiv des Radio Comunitaria La Voz Indígena, basierend auf der Forschung von Mariana Ortega in Zusammenarbeit mit Daniela Seggiaro und Cecilia Castro. Brayan Sticks in Zusammenarbeit mit Taller de Memoria Étnica und dem Instituto Terciario Nº 6029 Tartagal, Salta, Argentina. Carlos “Pajita” García Bes.

Details

Beginn:
22. Oktober 2020
Ende:
2. Januar 2021
Veranstaltungskategorie:
Eintritt: -

Veranstaltungsort

ifa-Galerie Berlin
Auguststr. 19
Berlin, 10117 Deutschland
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Veröffentlicht am: 09.07.2020 |

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