Jeschke van Vliet & VdBK 1867 Auktion

Jeschke van Vliet

Jeschke van Vliet realisiert im Rahmen der Herbstauktion und anlässlich des 30. Firmenjubiläums eine integrierte Benefizveranstaltung für den Verein der Berliner Künstlerinnen 1876, dem ältesten Zusammenschluss von Künstlerinnen. Der Katalog ist ab sofort online einsehbar.

Das Auktionshaus Jeschke van Vliet Auctions Berlin GmbH versteigert Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst von Originalen und Papierarbeiten über Grafiken bis hin zu Fotografien sowie Skulpturen und Objekte nationaler und internationaler
Positionen.

VORBESICHTIGUNG: Samstag, den 31.10. von 11 – 14 Uhr & vom Montag – Donnerstag, den 02. – 05.11. von 11 – 19 Uhr,
EMPFANG am Vorabend : am Donnerstag, den 05.11. ab 17 Uhr mit Getränken und Snacks. Dieser wird corona-konform per gestaffeltem Einlass realisiert. Das Gelände um das Auktionshaus bietet als Gewerbehof die Möglichkeit zu verweilen, sollten Wartezeiten entstehen. Bei diesem Empfang können Künstlerinnen und Interessenten zusammen kommen und sich zu den angebotenen Arbeiten austauschen.
AUKTION: am Freitag, 6. NOVEMBER 2020 um 15 Uhr

In dieser Auktion ist eine Benefizveranstaltung für den Verein der Berliner Künstlerinnen 1876, dem ältesten Zusammenschluss von Künstlerinnen, integriert. Unter eigener Rubrik werden ca. 100 Kunstwerke von zeitgenössischen Mitgliedern zusammen mit Arbeiten historischer Mitglieder wie KÄTHE KOLLWITZ, SELLA HASSE, JEANNE MAMMEN und LOTTE LASERSTEIN zur Versteigerung angeboten.

Die Auktion und ihre Medienwirksamkeit sowie die Erlöse aus den Verkäufen sollen dem Verein bei der Gründung nach des Künstlerinnenhauses für Ausstellungen behilflich sein. Ein Druckkatalog begleitet dies und wird auf mehreren nationalen und internationalen Online-Liveplattformen für Auktionshäuser präsentiert werden.

Arbeiten werden von folgenden teilnehmende aktuellen Mitgliedern des VdBK 1867 dabei sein:
EMERITA PANSOWOVA | HEIKE RUSCHMEYER | MARGARETA HESSE | ZUZANNA SKIBA | LAURA BRUCE | NATASCHA KÜDERLI | ANN NOEL | KARLA WOISNITZA | ANJA TESKE | CARO SUERKEMPER | SABINE KASAN | MICHELLE JEZIERSKI | NADJA SIEGL | IRMGARD MERKENS | MARA LOYTVED – HARDEGG | IRMA MARKULIN | MAJA ROHWETTER | FRIEDERIKE KLOTZ | FRIEDERIKE JOKISCH | SABINE HERRMANN | VERA SCHWELGIN | MONIKA BRACHMANN | LUCY TEASDALE | ALPANA MURSHIDA ARZU | EVA MOELLER | INES DOLESCHAL | INGEBORG LOCKEMANN & ELKE MOHR | INA BIERSTEDT | SILVIA KLARA BREITWIESER | ALKE BRINKMANN | ALINA SCHÜTTE | VIOLA SCHILL | VALERIE FAVRE | CORNELIA RENZ | RICOH GERBL | HANNA HENNENKEMPER | PAULINE KRANEIS | ERICA FEIST | KATHARINA MOESSINGER | ERIKA LINDNER | SUSANNE AHNER | BETTINA COHNEN | NIKI ELBE | SUSANNE SCHIRDEWAHN | ULRIKE SEYBOTH | HANNAH DOUGHERTY | GISELA WEIMANN | PAULA ANKE | ANGELA HAMPEL | TANIA BEDRINANA | BETTINA WÄCHTER und Werke aus der Sammlung von Frau Ute Gräfin von Hardenberg: u.a. ELVIRA BACH

Zum Verein der Berliner Künstlerinnen 1876: Im 19. Jahrhundert wuchsen diese Netzwerke, die sich nun allgemein für die Professionalisierung und Karriere bildender Künstlerinnen einsetzten. Allen voran der Verein der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen zu Berlin, später Verein der Berliner Künstlerinnen, der älteste und renommierteste Berufsverband kunsttätiger Frauen im deutschsprachigen Raum. Seine Verdienste sind umfassend. Da Frauen nicht zu den Kunstakademien zugelassen waren und wenige Zutritt zum regulären Kunstmarkt fanden, bot er: regelmäßige Ausstellungen, eine Zeichen- und Malschule auf akademischem Niveau (ab 1868), eine Darlehns- und Unterstützungskasse (ab 1868) und eine Pensions- und Rentenkasse (ab 1884).
Berühmtheiten, wie Paula Modersohn-Becker, Käthe Kollwitz und Käthe Lassen wurden an der Zeichen- und Malschule ausgebildet. Vertreterinnen der Moderne, wie die Secessionistinnen Sophie Wolff, Julie Wolfthorn, Charlotte Berend-Corinth und Maria Slavona oder die Expressionistinnen Else Hertzer, Thea Schleussner und Ursula Vehrigs erhielten im Verein wichtige künstlerische Impulse. Auch Malerinnen der Neuen Sachlichkeit, wie Lotte Laserstein oder Jeanne Mammen und die Bildhauerinnen Emy Roeder, Renée Sintenis und Milly Steger profitierten vom weit verzweigten Vereinsnetzwerk. In der Nazizeit richteten sich die Ehrenmitgliedschaft der verfolgten Käthe Kollwitz und die Mitgliedschaft der Widerstandskämpferin der „Roten Kapelle“ Oda Schottmüller (1942 hingerichtet) bewusst gegen die verordnete politische Gleichschaltung. Zur Neuausrichtung 1951 stießen Künstlerinnen aus West und Ost, darunter Charlotte E. Pauly, etwas später die bekannten West-Berliner Malerinnen Margarete Godon, Rita Preuss und Aiga Müller hinzu. Auch heute spiegelt das Angebot des Vereins der Berliner Künstlerinnen den Bedarf seiner erfolgreichen und gestandenen Mitglieder wider. Dazu gehören Ausstellungen und Publikationen, der Marianne Werefkin-Preis (seit 1990), das Archiv, das sich als eines der größten Künstlerinnenarchive seit 2012 im Besitz der Akademie der Künste, Berlin befindet, die Eva Maria Marcus-Stiftung für notleidende Künstlerinnen (seit 1971).
Immer wieder verfolgt der Verein größere Projekte. Anlässlich seines 125-jährigen Bestehens im Jahr 1992 wurde die einzigartige Vereinsgeschichte aufgearbeitet und im Rahmen einer großen Ausstellung im Martin Gropius-Bau mit einem umfangreichen Katalog, einem Lexikon und der Rekonstruktion des Archivs vorgestellt.

Auktion 133 “Moderne und Zeitgenössische Kunst – Moderne Photographie” Online-Katalog: www.jvv-berlin.de

Bild: © Jeschke Van Vliet

Datum: 31.10.2020 – 7.11.2020

Jeschke van Vliet

Veröffentlicht am: 14.10.2020 | Kategorie: Ausstellungen, Kultur - was sonst noch passiert,

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